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Bandwebereien
Tradition auf Dönberg

Die Herstellung von Textilien und deren Bleichung ist im Wuppertal seit dem Jahr 1450 belegt. Insbesondere das Bleichen der Garne mit Wupperwasser auf den Talwiesen und das anschließende Färben begründeten die Entwicklung einer reichhaltigen Textilindustrie, die die beiden Nachbarorte Barmen und Elberfeld im Wuppertal zum ersten Industriezentrum Deutschlands machte. 1549 wurde urkundlich in einem Vertrag zwischen Schwelm und Elberfeld das „Lindtwirken", also das Weben von Bändern erwähnt. Im Jahr 1597 verlieh Herzog Johann III. von Jülich-Cleve-Berg den Bewohnern der Freiheit Elberfeld und den Barmern das Privileg der Garnnahrung, also das ausschließliche Recht im Herzogtum Berg Garne und Tücher zu färben, weben und zu wirken. Um 1610 wurden vier Sorten Bänder produziert.

Neben Garnen und Tüchern wurden zu Beginn des 18. Jahrhunderts Spitzen, Lingetten und Schnürrriemen hergestellt, um 1750 folgte die Mechanisierung der jaquardTextilherstellung mittels der ersten von Hand angetriebenen Flechtmaschinen, den sogenannten Riemengängen, die ab 1780 mit Wasserkraft betrieben wurden. Tausende von Klöppelmaschinen, Band- und Webstühlen folgten und in zahlreichen Heimgewerbeplätzen, Manufakturen und später Fabriken wurden bis Mitte des 20. Jahrhunderts Textilien aller Art hergestellt, vor allen aber Bänder, Litzen, Riemen, Kordeln und andere Flechtartikel.

Die Produkte umfassten das gesamte Spektrum von Fallhammertreibriemen aus Kamelhaargarn für die Schwerindustrie bis zum Dekorationsband für die Erzeugnisse der Süßwarenindustrie, vom Gurtband bis zu den gummielastischen Artikeln, die in der Miederindustrie oder Trikotagenindustrie ihre Verwendung finden, vom Hohlschlauch bis zum Schnürsenkel, vom Reißverschlussband bis zu den Webetiketten, von der Hutlitze bis zur feinsten Maschinenklöppelspitze. Diese in alle Welt exportieren Produkte besaßen insbesondere im 19. Jahrhundert als Barmer Artikel einen weltweiten Bekanntheitsgrad.



 
 

 
Bandweber und -Museen

Gebrüder Stuhrbiller

August Becker gründete 1910 zusammen mit seinem Bruder Otto die Weberei.
Mehr als 30 Mitarbeiter verarbeiten heute von Naturleinen über Baumwolle und Polyester alle gängigen Materialien. >>> Link

Westip GmbH
Westip Wilhelm Textil-Elastic GmbH umsponnene Gummifäden
www.westip.de
Am Langen Bruch 69
42111 Wuppertal
0202 77067

Hauswebereien
der alten Art

Bahrmann Karl-Hugo
Höhenstrasse 52
42111 Wuppertal
0202-77504

Bandwebereimuseum Elfringhausen
Bürger-, Heimat- u. Verkehrsverein Elfringhausen und Umgebung e.V.
Felderbachstrasse 59
45529 Hattingen
Tel. 02052/961543
Fax 02052/961545
weber@hattingen-elfringhausen.de
Link zum Museum >>>

Historisches Zentrum

Museum für Frühindustrialisierung
Engels-Haus
Engelsstr. 10/18
42283 Wuppertal

Tel: +49 (0)202 - 5636498
E-mail: Historisches Zentrum

ÖFFNUNGSZEITEN:
Dienstag - Sonntag jeweils 10:00 - 18:00 Uhr
Montag geschlossen

EINTRITT:
Erwachsene: 4 Euro, Jugendliche bis 16 Jahre: ermäßigt 2 Euro,
Kinder bis 7 Jahre frei


 
 

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